Beten Sie?

Andacht Amtsblatt KW 19

 

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch eine Güte von mir wendet. Ps. 66,20

Beten Sie? –

Das ist eine ziemlich persönliche Frage. Nicht gerade geeignet, um sie in der Fußgängerzone einem Passanten zu stellen für ein Interview in der Tageszeitung.

Beten ist etwas Persönliches.

Darüber zu sprechen wird als intim und peinlich empfunden. Von den meisten jedenfalls.

Trotzdem vermute ich, dass viel mehr Menschen beten, als von außen erkennbar ist.

Beten ist etwas zutiefst Menschliches. Es klingt darin an, dass wir Menschen uns mit etwas Größerem verbinden möchten. Was wir sind, was wir können und zustande bringen, das kann doch nicht alles sein! Ich brauche mehr als meine begrenzten Möglichkeiten.

Beten ist Erweiterung meiner Grenzen.

Wir begeben uns dabei in die Wirklichkeit, an einem größeren Ganzen Anteil zu haben. Wir bleiben dabei nicht auf uns selbst beschränkt, und das weitet den Horizont unserer Seele.

Beten ist anscheinend ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Menschen in allen Kulturen und Ethnien kennen es, dass sie sich mit einer größeren Wirklichkeit verbinden.

Es ist ein Phänomen, das uns Menschen auszeichnet.

Aber Gebet ist kein Mechanismus: Keine „richtige“ Technik kann uns dazu bringen, dass das Gebet „funktioniert“. Deshalb ist das Thema „Gebet“ auch mit viel Enttäuschung verbunden. „Ich habe gebetet und nicht bekommen, um was ich gebeten habe“. Die meisten kennen diese enttäuschende Erfahrung mit dem Gebet. Das müssen wir leider aushalten.

Dennoch: Ist nicht gerade diese Thematik der enttäuschten Gebete ein Hinweis darauf, dass wir es mit einem unverfügbaren Gegenüber zu tun haben, wenn wir beten?

Sich an einen Größeren wenden und ihm Vertrauen entgegen zu bringen, das weitet unsere Grenzen.

Von Jesus können wir da eine Menge lernen. Wenn er gebetet hat, dann hat er sich an Gott als seinen „Vater im Himmel“ gewandt. Und er hat „Abba“ zu ihm gesagt, was soviel heißt wie „Papa“.

Solch ein vertrautes und vertrauensvolles Verhältnis hatte er zu Gott.

Von dieser Art zu beten können wir auf alle Fälle eine Menge lernen

findet Ihre

Diakonin Dorothea Schindhelm

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