Nochmal ganz neu anfangen

Haben Sie auch manchmal so unrealistische Träume? Einfach alles hinter sich lassen, was ganz Neues machen, sch…. egal, ob es riskant ist oder nicht.

Denken auch Sie manchmal darüber nach, ob Ihr Leben das ist, was Sie sich vor zehn oder zwanzig Jahren darunter vorgestellt haben? Noch mal von vorne anfangen, wenn das ginge. Aber da hängt einfach zu viel dran, stimmt’s? Das alles aufgeben, was ich mir aufgebaut habe, das schaffe ich nicht und das will ich eigentlich auch gar nicht. Das ist mir der Neuanfang nicht wert.

Und ich sage Ihnen: Das ist es wert. Und das geht, viel einfacher und unkomplizierter als Sie es sich vorstellen können.

Immer wieder höre ich gerade in Gesprächen, wie es wohl sein wird, wenn die Pandemie vorbei ist. Dann sind die Terminkalender wieder voll, da sind Fußballtraining, Familienfeiern, Shopping-Touren, Konzerte, Fahrten in entfernte Urlaubsziele, wieder mehr zu schaffen, kurzum da ist jede Menge Terminstress. Wir alle wünschen uns, dass diese Ausnahmesituation nun endlich vorbei ist und der Abstand Vergangenheit ist. Positiv gestimmte Menschen schauen übermütig auf das, was bald wieder möglich ist. Negativ gestimmte sehen den ganzen Stress, der dazugehört.

Als Christ versuche ich, meinen Blick weder auf das eine noch das andere zu richten, sondern auf Gott. Im Wochenspruch heißt es: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5,17) Mit Ostern und den Sonntagen der Osterzeit wird der Blick neu aus- bzw. aufgerichtet. Nicht das Vergängliche steht im Vordergrund, sondern dass Gott die Ewigkeit für uns bereithält. Das verändert meinen Blick auf die Welt und alles, was gerade passiert. Und indem ich mich dafür entscheide, darauf zu vertrauen, dass Gott dieses Neue schafft, kann auch ich neu anfangen, was auch immer kommt.

Ihr Pfarrer David Mayer


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