Neu geboren?

 

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.                                                                      1. Petrus 1, 3

 

 

Wer schon einmal ein neugeborenes Kind auf dem Arm gehabt hat, mag nachempfinden können, dass das ein ganz besonderes Gefühl ist: Etwas berührendes, zauberhaftes geht von diesem kleinen Wesen aus.

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Pixabay

 

Vielleicht ist es seine absolute Hilflosigkeit, vielleicht ist es seine Zerbrechlichkeit, vielleicht aber auch die Tatsache, dass da ein ganzes Leben noch völlig am Anfang steht…

 

 

 

Was es auch sei, das uns da beim Anblick eines Neugeborenen faszinieren mag, es berührt uns jedenfalls.

 

Ja, man müsste nochmal anfangen können. Alle schwierigen Wegabschnitte, alle gemachten Fehler hinter sich lassen und alle schlechten Erfahrungen und noch einmal neu anfangen können…

 

 

Ach, wenn man doch noch einmal ein neues Leben anfangen könnte!

 

Solch ein Stoßseufzer entringt sich schon ab und zu der Seele, auch wenn man ganz genau weiß, dass das mit dem Neubeginn wohl nichts werden wird. Man nimmt sich und seine Geschichte ja schließlich immer mit…

 

Gerade hier setzt die Botschaft an, die Ostern für uns bereithält: „Doch“, so sagt uns die Osterbotschaft, „Ihr dürft neu anfangen“ Ihr braucht nicht am Alten hängenbleiben!“

 

Spüren Sie die Provokation, die darin steckt?

 

Entgegen all unserer Erfahrung, dass wir ja doch immer die Alten bleiben, dass wir ja doch wieder die gleichen Fehler machen werden, sagt uns die Osterbotschaft: „Etwas ganz Neues hat begonnen und Du bist ein Teil davon!

 

Christus hat all das, was Du mühsam mit Dir mitschleppst, Deine schlechten Erfahrungen, Deine eigenen Unzulänglichkeiten, Deine Fehlleistungen – all das hat Christus mitgenommen in den Tod und er hat es überwunden.

 

– Das soll für Dich gelten! Bist Du bereit, das für Dich selbst wahr sein zu lassen?“

 

Bin ich bereit, dieses Neue, diese Hoffnung für mich wahr sein zu lassen?

 

Also, die Osterbotschaft ist wirklich eine herausfordernde Botschaft!

 

findet

 

Ihre Diakonin Dorothea Schindhelm, Ev. Kirchengemeinde Pfedelbach


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